Das Nationalmuseum von Kambodscha (Khmer: សារមន្ទីរជាតិ) ist das größte kulturhistorische Museum Kambodschas und das führende historische und archäologische Museum des Landes. Es befindet sich in Chey Chumneas, Phnom Penh.
Geschichte
George Groslier (1887–1945), Historiker, Kurator und Autor, war treibende Kraft bei der Wiederbelebung der traditionellen kambodschanischen Kunsthandwerke. Er entwarf auch das Gebäude, das heute als „traditionelle Khmer-Architektur“ gilt, basierend auf Tempelprototypen, aber kolonial interpretiert.
Der Grundstein wurde am 15. August 1917 gelegt. Das Museum wurde am 13. April 1920 eröffnet, in Anwesenheit von König Sisowath und François-Marius Baudouin.
1924 erfolgte ein Erweiterungsbau an der Ostfassade.
Am 9. August 1951 übergaben die Franzosen die Verwaltung an Kambodscha. Nach der Unabhängigkeit 1953 wurde das Museum durch bilaterale Abkommen geregelt. 1966 wurde Chea Thay Seng der erste kambodschanische Direktor.
Während des Khmer-Rouge-Regimes (1975–1979) wurde das Museum evakuiert und verlassen. Es verfiel und wurde geplündert. Am 13. April 1979 wurde es wieder eröffnet, doch viele Mitarbeiter waren gestorben.