Phnom Penh (Khmer: ភ្នំពេញ, Phnum Penh, „Penhs Hügel/Berg“) ist die Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt Kambodschas. Sie ist seit der französischen Protektoratszeit die nationale Hauptstadt und hat sich zu der wichtigsten Stadt des Landes sowie zu seinem wirtschaftlichen, industriellen und kulturellen Zentrum entwickelt. Bevor Phnom Penh Hauptstadt wurde, war Oudong die Hauptstadt.
Phnom Penh folgte Angkor Thom als Hauptstadt der Khmer, wurde aber mehrere Male verlassen, bevor sie 1865 von König Norodom wiederhergestellt wurde. Die Stadt diente früher als Verarbeitungszentrum mit Textil-, Pharma-, Maschinenbau- und Reismühlenindustrien. Ihre wichtigsten Ressourcen lagen jedoch im kulturellen Bereich.
Hochschulen umfassen die Royal University of Phnom Penh (gegründet 1960 als Royal Khmer University) mit Fakultäten für Ingenieurwesen, Schöne Künste, Technologie und Agrarwissenschaften, letztere in Chamkar Daung, einem Vorort. Ebenfalls in Phnom Penh befinden sich die Royal University of Agronomic Sciences und die Agricultural School of Prek Leap.
Die Stadt wurde wegen ihrer kolonial-französischen Architektur zu Beginn des 20. Jahrhunderts, einschließlich Art-Deco-Bauten, als „Perle Asiens“ bezeichnet. Phnom Penh, zusammen mit Siem Reap und Sihanoukville, ist ein bedeutendes nationales und internationales Touristenziel. Gegründet 1372, ist die Stadt für ihre historische Architektur und Sehenswürdigkeiten bekannt.
Am Ufer des Tonle-Sap-, Mekong- und Bassac-Flusses leben über 2 Millionen Menschen, etwa 14 % der kambodschanischen Bevölkerung. Die Großregion Phnom Penh umfasst die nahegelegene Stadt Ta Khmau und einige Distrikte der Provinz Kandal.
Die Stadt hat zahlreiche regionale und internationale Veranstaltungen ausgerichtet, darunter die ASEAN-Gipfel 2002, 2012 und 2022, die 32. Südostasienspiele und die 12. ASEAN Para Games. Phnom Penh wird die erste kambodschanische und zweite südostasiatische Stadt sein, die 2029 die Asienspiele der Jugend ausrichtet.